Dr. Hülskemper, Praxis für Neurologie, Psychiatrie & Psychotherapie in Soest, Bild 1
Dr. Hülskemper, Praxis für Neurologie, Psychiatrie & Psychotherapie in Soest, Bild 2

Die Behandlung der Seele

Psychotherapie ist die Behandlung seelischer Erkrankung mit Gesprächen. Es gibt verschiedene Therapieansätze und Schulen. Unterschieden wird zwischen Verhaltenstherapie und tiefenpsychologischer Psychotherapie.

Kognitive Verhaltenstherapie:

Sie geht davon aus, dass gelerntes Fehlverhalten wieder umgelernt werden kann. Über die Wahrnehmung (Kognition) einer Situation stellen sich bestimmte Gefühle (z.B. Angst) ein, die ein entsprechendes Verhalten (Flucht/Vermeidung) auslösen. Über Änderung der Wahrnehmung kann anderes „zweckmäßigeres“ Verhalten eingeübt und verstärkt werden.

Die Tiefenpsychologie:

Sie geht davon aus, dass in den ersten Lebensjahren eines Menschen problematische, immer wiederkehrende Ereignisse, zu bestimmten Abwehrmechanismen geführt haben, die zum „Überleben des Individuums“ notwendig waren. Im späteren Leben können aktuelle Konflikte diese Abwehrmechanismen mit entsprechenden Verhaltens- und Gefühlsäußerungen wieder aufflammen lassen. Über die Erkenntnis in diese Zusammenhänge wird eine Besserung der Symptome erzielt.

Heute bestehen diese Schulen nicht mehr streng getrennt nebeneinander. Oftmals kommen in einer Psychotherapie Elemente aus verschiedenen Richtungen zum Einsatz.

Nicht zuletzt ist auch die Erhebung der Krankengeschichte nicht nur eine Informationsvermittlung. Bereits ein sich „aussprechen“ können, Gehör zu finden und unter Anleitung selbstständig Zusammenhänge zu erkennen und Verhalten zu verändern, gehört zu jeder Basis-Psychotherapie.